Minibar – eine Kammeroper

bildschirmfoto-2017-03-04-um-12-23-57Die Bar als Nicht-Ort, die Bar als Flucht-Ort – Eskapismus in eine andere Welt, Konsum, Spaß, Spaß, Spaß. Vergessen. Heterotopie, Hedonismus, Halleluja.

Die sieben Figuren, die in der minibar, erleiden keine großen Schicksale sondern zelebrieren mit viel schwarzem Humor die kleinen, vermeintlich banalen Sorgen des Alltags im Jahr 2016.
Ihre Alltäglichkeit gipfelt in Tinder-Dates, Jobsuche und billiger Anbiederung. Die eine ringt am Telefon mit dem Kindsvater, der andere plant eine Revolution. Die Bar wird zu einem „rabbit hole“ in eine abgeschlossene Welt mit eigener Logik und einem Tiger, der die Magie der Bar als ein Potential zum Glücklichsein symbolisiert. Doch keine dieser stereotypen Gestalten ist in der Lage, sich aus ihrer Kreisbewegung um die eigene Achse herauszubewegen oder in die Umlaufbahn einer anderen zu geraten. Sie streifen sich, überschneiden sich kurz, und dann drehen sie sich weiter. Alleine. Genau wie zuvor.

Und sehen nicht, wie sie ein kleines Glück greifen könnten. Und sehen nicht, wie die Welt da draußen explodiert.

Von und mit:
Musik von Sven Daigger und Manuel Durão
Libretto von Änne-Marthe Kühn auf der Basis einer gemeinsamen Grundidee

Musikalische Leitung: Nikolai Petersen, Gabriel Venzago
Inszenierung: Hersilie Ewald, Natalie Schramm
Bühnenbild und Kostüme: Antonella Mazza, Matthias Winkler
Dramaturgie: Änne-Marthe Kühn, Johannes Blum
Produktionsleitung: Manuel Bust, Steven Walter

Mit: Lini Gong, KS Gabriele Rossmanith, Marta Swiderska, Zak Kariithi,
Benjamin Popson, Daniel Todd, Doğuş Güney, Zafraan Ensemble

Abschlussproduktion der „Akademie Musiktheater heute“.
Ein Kooperationsprojekt der Hamburgischen Staatsoper und der Deutsche Bank Stiftung.