MariaMedea #resettingmotherhood

#resettingmotherhood ist Performance, Lecture, Oper und echt.
#resettingmotherhood ist tabu, doch alle reden darüber, ein Internetphänomen von Positionen umkämpft.

#resettingmotherhood ist gut und schlecht, schimmernd, in Trümmern; ist rosa und schwarz oder ein glänzender Würfel aus dem Scheiße fließt.

Eine Frau spaltet sich auf in Sängerstimmen, Performer*innen, Elektronik und Installation. Sie pendelt unruhig zwischen den Zeiten.
In einer Nacht zwischen Psychose, Tanz und Ruhe.
Sie stillt ihr Kind.

Über drei Jahre und in drei Phasen hinweg wird die Initiative X Tage ausloten,  wie die Mutterschaft im 21. Jahrhundert klingen kann.

Phase 2 – pre-rehearsal Prelude

Termine:
16. Dezember 2018 – #resettingmotherhood Prelude – prerehearsal, Libretto, Idee, Regie: Änne-Marthe Kühn; Musik: Justus Wilcken; Performance: Gesa Heichel; Gesang, Performance: Carolin Schnitzer, Gina May Walter, Antonia Glugla, Video: Filippo M. Ceredi, Bilder: Meikel Mathias
im TATWERK | Performative Forschung

Juli 2019 – #resettingmotherhood Prelude – Teaser Release

Phase 1 – performative Forschung

Im TATWERK | Performative Forschung ist die Laborreihe: #re-settingmotherhood gestartet.

(c) Gesa Heichel

Termine:
14./ 15. September 2017  – Regie, Performance: Thomas Fabian Eder; Komposition: Nando Hamker; Gesang: Amelie Baier; Architektur: David Eder
07./ 08. Oktober 2017 – Regie und Performance: Büro Steinheimer
25./ 26. November 2017 – Regie, Konzept, Performance: Cristina Maria Costes, Irma Mandler, Luisa Scholz, Lorena Vivent Barahora
02./ 03. Dezember 2017 – Regie, Bühne, Video, Performance: Änne-Marthe Kühn; Komposition, Performance: Elie Gregory; Video, Bühne, Performance: Gesa Heichel; Tanz: Vasna Aguilar
09. März 2018 – Video, Konzept, Bühne: Gesa Heichel; Lecture Performance: Änne-Marthe Kühn

1 – #motherhood zwischen Liederabend, Installation und Lecture-Performance

„Die Wiege geht im Gleise,
Die Uhr tickt hin und her,
Die Fliegen nur ganz leise,
Sie summen noch daher.
Ihr Fliegen, lasst mein Kind in Ruh! Was summt ihr ihm so heimlich zu. Gut’ Nacht! gut’ Nacht!
Lieb’ Kindlein, gute Nacht!“
(Hugo Wolf)

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2 – #motherhood als autobiografische Auseinandersetzung des kleinen Jungen mit der kommenden Vaterschaft

„This is my final fit
My final bellyache with
No alarms and no surprises
[…]
Such a pretty house
And such a pretty garden
No alarms and no surprises“

(Radiohead: „No Surprises“)

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3: #motherhood als dokumentarische Anordnung zur weiblichen Verortung

Ich habe mich selbst noch nicht aufgegeben. Noch nicht klingt gefährlich… Trotz meiner ganzen Baustellen bin ich mir tief in meinem Innern sicher, dass ich mein Ziel, ein, zwei, drei, ach hundert Bücher zu schreiben, überhaupt erst mal eins – dass ich das schaffen werde. 

Ich bin bei dir, mein kleines Herz, ein Jahr oder zwei, weil ich denke, das ist das Beste für dich. Oder? Oder nicht?
Ich schreibe. Du weinst, du schreist. Ich bin hier bei dir. Moment. Lass mich das doch bitte bitte fertig schreiben. Oh, das wird nichts. Die Mutter, die Künstlerin, die Frau streiten sich. 

4: #motherhood als Musiktheater-Labor

„Mit diesen meinen Händen der Barbarin
Händen zerlaugt zerstickt zerschunden vielmal
Will ich die Menschheit in zwei Stücke brechen
Und wohnen in der leeren Mitte Ich…“
(Heiner Müller)

„… in modernen, auf der kapitalistischen Wirtschaftsordnung beruhenden westlichen Gesellschaften [sehen wir] Zeit als … linearen Fortschritt. So sind viele Menschen überzeugt davon, dass es eine „richtige Zeit“ für jedes Ziel gebe, das wir uns als „muss“ vorgenommen haben – sei es der erste Sex, die Heirat oder das Kinderkriegen.“ (Orna Donath)

Medea bahnt sich ihren Weg in die Alltagsroutine. Sie stampft und schnauft, bis sie gehört wird in dieser Welt und wünscht sich eine Er-Lösung aus einer Linearität, die nicht von ihr gemacht wurde.

Aus der Oper kommend wagen sich Komposition, Gesang, Video, Graphic Novel, Tanz, Performance und Installation vorwärts und hinein in ein neues Musiktheater.

5: #motherhood als Ausstellung-Performance

„gegen ein funktionalisieren des frauenbildes in stereotypen der mütterlichkeit können wir nicht viel tun außer immer klarer sagen und immer wieder sagen und immer mehr darüber nachdenken, wie wir verhindern, daß wir in eine neue schablone gepreßt werden und wieder vermarktet werden.“ Heike Hurst

In welche Schablonen wird die Frau als Mutter im Kino gepresst? In einem Kino, das vorrangig männlich geprägt ist, offenbaren sich Ideologien, die der Frau und besonders der Mutter gesellschaftlich fest eingeschrieben sind. Nicht nur im Film.

Fotos (c) Gesa Heichel

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